barfuß gehen – ohne Schuhe unterwegs

Barfuß gehen – wie das? Tut das nicht weh?

Wer mich kennt, weiß dass ich gerne barfuß gehe, wenn ich unterwegs bin. Sobald es einigermaßen warm ist und ich draußen in der Natur bin, ziehe ich mir die Schuhe aus und gehe barfuß. Im Park, auf dem Spielplatz, in der Wohnung und manchmal zum einkaufen, wenn ich nur mal kurz zum Edeka um die Ecke gehe. Ich gehe barfuß.

Ich habe immer noch eine gewisse Scham, vor allem, wenn ich barfuß durch die Stadt gehe, alldieweil man schon ziemlich auffällt beim barfuß gehen. Bin ich allerdings draußen, fern ab von Straßen und Häusern, beginne ich mich frei zu fühlen. Durch den Wald, über Wiesen, am Strand und über den Parkplatz zum Auto.

 

Ich gebe zu, es fällt mir nicht leicht, denn meine Fußsohlen sind extrem empfindlich und bei den ersten Schritten schmerzen mir die Füße so sehr, als seien sie wund und verletzt. Gleichzeitig spüre ich sofort wie wohltuend dieser Reiz ist, wie sich meine Fußsohlen langsam entspannen und loslassen, weich werden. Alles was eben noch weh getan hat, fühlt sich jetzt angenehm und schön an. Es fühlt sich so sicher und so leicht an.

Die Schwierigkeiten beim barfuß gehen, wenn man sich gerade die Schuhe ausgezogen hat und der Boden piekst und weh tut, sind nicht mehr so präsent. Es ist verrückt, aber es fühlt sich irgendwann anders an, nicht nach Schmerz, sondern nach Massage, nach Erde, Gras, weich, hart, feucht, trocken.

Du fühlst ganz intensiv alles worauf du läufst. Du spürst nicht mehr deine Füße, sondern deine Verbindung zu dir und zum Leben. Zu dem was und wo du lebst. Du kannst alles viel besser unterscheiden, kannst das Denken aus stellen, nur noch spüren. Die Welt öffnet sich mit allen Sinnen, dabei gehst du nur barfuß. Es ist, als hättest du durch die Fußsohle ein Tor geöffnet zu deinen anderen Sinnen, zu deiner Wahrnehmung und zu deiner “Sinn – lichkeit”.

Barfuß gehen heißt: du hörst plötzlich intensiver, was um dich herum ist. Du kannst es auch riechen, den Wald, die Wiese, den Regen, die Sonne, die Kiefernnadeln, das Moos, die Steine, das Korn, die Erde, den Asphalt. Irgendwann denkst du nicht mehr darüber nach, du spürst es im ganzen Körper. Irgendwann tun die die Füße weh, zu viele Sinnesreize? Du bist eben doch nur ein Stadtmensch. Deine Füße möchten weiter, deine Sinne holen dich zurück.

Zurück in dein Städterleben, in deine Schuhe, deine Schublade, dein Denken.

Du kannst dich nicht hin geben. Du traut es dir nicht zu, die Leute gucken so komisch, die Füße tun weh. Du willst wieder in das bequeme Fußbett deiner Schuhe, dahin, wo du dich normal und sicher fühlst. Aber kaum ziehst du deine Schuhe an, bemerkst du wie eng sie sind, wie sie dich einschränken und zwängen und zwingen in deine Komfortzone, dahin, wo du dich wohl fühlst. Weil du das andere nicht kennst, weil es dir nicht vertraut ist. Warum du dir selbst diese Zwangsjacke anziehst, das musst du noch heraus finden.

Das Barfuß – gehen ist genau dafür geeignet. Durch das Barfuß – gehen kannst du deine eigene Beschränktheit überwinden, kannst in einen Fluss kommen. In einen Flow. Du kannst dich im Gehen und im Denken befreien.

 

 

 

 

 

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6 Kommentare

  1. Hallo Claudia,

    wow, das ist ja eine total coole Seite geworden. Ich bin gestern mal auf die Startseite gegangen und bin ganz erstaunt gewesen.

    Ich wünsche dir noch einen zauberhaften Tag und sende herzliche Grüße

    Christian

    • Mensch Christian, das ist ja ein dickes Lob! Ich bin ganz gerührt …. vielen Dank 🙂
      Dann hat sich meine viele Arbeit, die darin steckt noch mehr gelohnt.

      Dir noch ein mega – großes Dankeschön für deine Hilfe, ohne die ich nicht so weit gekommen wäre.

      Ganz herzliche Grüße
      Claudia

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    • Hallo Shanel,

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    • Hallo,

      vielen Dank für deinen Kommentar!Es freut mich, wenn ich meine Erfahrungen weitergeben kann und sie hilfreich für andere Menschen sind. Bin neugierig: was genau hat dir gefallen oder gut getan? Falls du Lust hast kannst du mir das ja noch schreiben. Lg Claudia

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