Sommer Sonne Blumen – wie es zu diesem Titel kam.

Diese Beitragseite ist meine erste Seite, erstellt in einem WordPress – Kurs als Textseite. Die Aufgabe war Fotos einzufügen und der Seite einen Titel zu geben. Ich habe die Fotos eingefügt und mich darüber gefreut wie einfach das ist. Es war keine bewusste Entscheidung meine erste Beitragsseite so zu benennen. Ganz intuitiv nannte ich sie Sommer Sonne Blumen. Das ist, was ich liebe.

 

Allerdings stelle ich jetzt fest, dass das Thema Blumen ein besonderes ist und mich Blumen schon immer fasziniert haben.

Meine ganze Kindheit war voll von Blumen.

Wir flochten Blumenkränze, legten Muster aus Blumen und bereiteten ganze Mahlzeiten aus Blumen und Kräuter für unsere imaginären Freunde. Ein Bild, was mir in den Sinn kommt, ist meine selbstvergessene Blumenpflückerei als Kind. Auf dem Heimweg nach der Schule kam ich an einem großen Kornfeld vorbei, in dem ein Meer von Blumen wuchs. Mohnblumen, Kornblumen, Butterblumen und Löwenzahn. Es war mir nicht möglich mit dem Pflücken aufzuhören, ehe ich nicht den Strauß mit beiden Armen umschließen musste, damit mir die Blumen nicht herunter fallen.

Versunken in das Pflücken der Blumen, ganz im Hier und Jetzt.

Alleine mit mir und der Welt um mich herum, einfach nur Sein, zufrieden und glücklich. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube so ungefähr habe ich mich gefühlt. Manchmal. Für einen Moment. Für einen Moment ohne Angst und Traurigkeit.

Mir den Tod wünschen, sterben wollen, war keine Option. Obwohl diese Bilder in meinem Kopf waren.

Menschen, meine Elten, sie stehen an meinem Grab, weinen und stellen erschüttert fest, dass sie sich mehr um mich hätten bemühen sollen. Plötzlich bereuen sie ihre Vernachlässigung. Triumphierend beobachte ich die Trauergesellschaft. Sollen sie sich doch alle schämen. Eine kindliche Phantasie? Eine Phase, die jedes Kind hat? Oder ein unerträglicher Schmerz, der von Einsamkeit und Verlassenheit rührt?

Neulich hat mich jemand gefragt: Wann hast du eigentlich festgestellt, dass du Schmerzen hast, diese Schmerzen? Wie alt warst du? Und konntest du darüber reden?

Das sind Wachstumsschmerzen, hieß es. Ich wusste es besser, denn ich war ein kluges und sehr feinsinniges Kind. Immer alle “Fühler” ausgestreckt, war ich in der Lage Stimmungen, Atmosphäre und die Uneindeutigkeit der Erwachsenen zu spüren. Deren Unverständnis hat mich zum Schweigen gebracht. Wie alt ist ein Kind, wenn es mit einer gewissen Klarheit und Treffsicherheit sagen kann, dass etwas Existentielles fehlt in seinem Umfeld? Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass ich höchstens fünf Jahre alt war. Nur gab es niemanden, der mir zugehört hätte.

Mit mir stimmte etwas nicht, das habe ich eindeutig gespürt. Jedesmal wenn diese unnachgiebigen Schmerzen in den Beinen, hauptsächlich in den Knien, mir das Gefühl gaben von Innen zu brennen. So fühlt sich Wachstum nicht an. Wachsen macht glücklich. Welches Kind will nicht größer werden, wachsen?

Fahrrad fahren, die Beine in Schwung bringen, die Knie bewegen, das half meistens. Beim Fahrrad fahren, rennen, spielen, träumen habe ich die Schmerzen vergessen. Nein, sie waren weg, bis sie wieder kamen. Heute gibt es diese schmerzfreien Momente nicht mehr. Nur in meiner Phantasie. Mich mental in einen schmerzfreien Zustand verschwinden zu lassen gelingt mir inzwischen, weil ich geübt bin und weiß, wie wichtig es ist diese Fähigkeit zu besitzen.

Ich brauche Blumen, sie sind meine Rettung. So fragil sie manchmal sind, so spiegeln sie immerhin meine Zustände. Meine Stimmung mit allen Facetten. Bis hierher habe ich es geschafft, trotz oder mit meiner Fibromyalgie. Blumen helfen mir.

Ein Rosenstrauß in meiner Küche - Blumen, die ich zum Geburtstag bekommen habe

Rosen – ein Geburtagsgeschenk

Der Duft der Rosen, ein starker Duft, wenn es sich um Freilandrosen handelt. Rosenduft bedeutet für mich Selbstliebe und Selbstfürsorge. Wann immer ich mich besonders unwohl, traurig und deprimiert fühle – von Rosenduft umhüllt geht es mir besser. Sobald ich mir ein Bad mit Rosenduft eingelassen habe, entspanne ich mich, wenngleich mein Körper weiterhin schmerzt und brennt. Ebenso das Einölen nach dem Bad ist eine Wohltat. Hinterher ins Bett, die Wärme, die Ruhe, den Duft genießen und dabei etwas traurig werden – das ist Selbstliebe!