Immer in Bewegung bleiben, dass ist für mich extrem wichtig und hier in Lykos ist das hauptsächlich Schwimmen und Wandern. Heute habe ich mal wieder mit meiner Unzufriedenheit zu kämpfen. Ich sorge nämlich nicht für ausreichend Bewegung. In Berlin versuche ich mich täglich für mindestens eine halbe Stunde zu bewegen. Entwerder gehe ich walken auf dem Tempelhofer Feld oder im Park am Gleisdreick oder ich mache mein kraftvolles Vinyasa Yoga, wobei ich richtig ins schwitzen komme.

Ich habe mir dieses Bewegungsprogramm auferlegt, nachdem ich im Imanuel Krankenhaus Berlin an einer Gruppe für chronische Schmerzpatienten in der Tagesklinik teilgenommen habe.

Tagesklinik am Wannsee

Zusätzlich hatte ich mir vorgenommen mindestens einmal am Tag eine Entspannungsübung zu machen oder zu meditieren. Eine ganze Weile habe ich das kontinuierlich gemacht und mir schien die Idee, diese Gewohnheit hier auf Kreta wieder aufzunehmen, geradezu genial.

Bewegung – das dürfte ja wohl kein Problem sein! Ich suche mir einen schönen Platz für mein Yoga, gehe jeden Tag eine halbe Stunde schwimmen und morgens meditiere ich auf dem Balkon……..so hatte ich mir das vorgestellt.

Die Realität sieht wie so oft anders aus. Mein Pensum an Bewegung zusammen zu kriegen ist gar nicht so leicht. Vor allem fehlt mir tatsächlich der Platz, um ungestört Yoga zu machen. Es ist wunderbar ruhig hier und es gäbe Plätze. Nur gibt es keine an denen man unbeobachtet ist. Und mir ist es unangenehm Yoga zu machen, wenn ich weiß, dass mir zugeschaut werden kann. Allerdings ist es nicht nur das, mir fehlt auch die Motivation.

Lykos ist der beste Platz, um einfach nichts zu tun! Die Terrasse vom Georgohouse, der Strand, die Taverne laden dazu ein gemütlich zu lesen, herum zu liegen, auf das Meer zu schauen und zu träumen. Ich bewege mich hauptsächlich vom Stuhl zum Strand und vom Strand auf den Balkon oder zur Hängematte.

Statt meine geplanten Entspannungsübungen zu praktizieren, liege ich am Strand und höre Musik, träume und schlafe manchmal kurz ein. Die Lautstärke meiner Musik erlaubt es mir im Hintergrund trotzdem das Wellenrauschen des Meeres zu hören. Dabei entspanne ich mich fantastisch. Gestern war das Lichtspiel der Sonne auf dem Meer unbeschreiblich  schön. Die Sonne leuchtet wie kleine silberne tanzende Punkte auf dem Wasser. Dazu meine griechische Musik und beinahe hätte ich geweint vor Glück.

orion – music du crete

Immerhin gehe ich jeden Tag zwei bis dreimal schwimmen. Wenn möglich springe ich schon vor dem Frühstück ins kühle Nass. Sobald die Sonne mich tagsüber durchwärmt hat schwimme ich noch mal eine große Runde. Weil das Wasser jetzt allmählich kälter ist, bleibe ich meistens nicht länger als eine viertel Stunde im Wasser. Aber die Bewegung tut mir gut – im Wasser fühle ich mich immer wohl!