Seit einigen Tagen habe ich mit heftigen Rückenschmerzen zu kämpfen.

Schade, aber ich habe die Schmerzen immer mit im Gepäck. Wie gerne würde ich sie einmal zu Hause lassen! Die Rückenschmerzen sind heiß, brennend und stechend. Ein Dauerschmerz, der mich quält, egal was ich tue. Im Sitzen, beim Gehen und Wandern und sogar beim Schwimmen. Mir sind diese Schmerzen bekannt und sie gehören für mich, trotz uneindeutiger Diagnose, zum Symptombild der Fibromaylgie dazu. Die Rückenschmerzen werden oft durch äußere Faktoren negativ beeinflusst. Hier in Lykos sind es die harten Matratzen.

Mein  Schlaf ist gestört. Unruhe und Schmerz geben sich Nachts die Hand. Wenn ich morgens wach werde, tut mir erst mal alles weh. Ich komme kaum aus dem Bett. Mich macht das ein wenig traurig und ich merke mal wieder, wie deprimierend dieser Zustand sein kann. Aber zum Glück habe ich mir schon lange abgewöhnt mich schuldig zu fühlen. Schuldig im Sinne von: „Was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht?“ oder „Was hat diesen Schmerz ausgelösst und hätte ich ihn verhindern können?“

Mittlerweile konzentriere ich mich nur noch darauf, wie und mit welchen Mitteln ich die Rückenschmerzen lindern kann. Wie froh bin ich an so einem Tag, dass ich meine kleine Reiseapotheke und meine Schmerzmittel dabei habe. Erst eine ganz heiße Dusche! Ich lasse das heiße Wasser über die schmerzhaften Körperregionen fließen und lasse es dabei immer heißer werden. Diese Methode hat eine ähnliche Wirkung wie die sogenannte „Heiße Rolle“. Eine Homöopathische Salbe, ein Wärmepflaster und eine Diclofenac. Danach fühle ich mich schon etwas besser.

Mein Vertrauen in mich und meinen Körper kehren zurück und damit die Erinnerung an andere Mittel, die mir gut tun könnten.

Rückenschmerzen

Aloa Vera auf der Terrasse

Wie einfach es ist, wird mir erst bewusst, als ich auf dem Balkon in der morgendlichen Sonne auf meiner Yogamatte liege und zunächst nur liege und versuche wahrzunehmen. Meine Atmung entspannt sich, meine Muskeln und auch der Rücken. Mit einfachen achtsamen Asanas gelingt es mir die angespannten Muskeln loszulassen und ich spüre langsam eine gewisse Weichheit. Mit der „Katze – Kuh Haltung“, der „Stellung des Kindes“ und dem „Happy – Baby“ fange ich an und hinterher bin ich ganz glücklich, weil auch die „Taube“ geht.

Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den Profis, wenn es um Yoga geht, aber ich praktiziere es schon lange und zwar auch zuhause. Mich mit Yoga anzufreunden hat lange gedauert, da ich immer zuallererst mit meiner Unruhe und meinen Schmerzen konfrontiert wurde und werde. Trotzdem ist es inzwischen lebenswichtig geworden und ich kann mir ein Leben ohne Yoga nicht mehr vorstellen.

 Meine Fibromyalgie hat mich quasi dazu gezwungen aktiv zu werden. Ich habe Kurse besucht und Einzelstunden genommen, wobei es immer darum ging meinen Körper in seinen Grenzen besser kennen und beachten zu lernen. Später habe ich mir Anleitungen per Buch und CD besorgt und gute Erfahrungen damit gemacht.