Die letzten Tage in Chania

Unsere sechswöchige Reise endet bald und wir verbringen unsere letzten Tage in Chania

Wir bewohnen ein kleines gemütliches Studio in einem nicht touristischen Stadtteil Chanias mit einem atemberaubenden Blick vom Balkon auf das Meer. Sobald die Sonne heraus kommt, gehen Einwohner der Stadt hier schwimmen.

Gestern haben wir trotz Regen einen langen Spaziergang am Wasser entlang und bis zum Leuchtturm „Faro“ gemacht. Dabei sind diese Fotos entstanden:

Chania

Chania am Abend

20161201_172703

Der Weg zum Leuchtturm

Von den kurzen Aufenthalten auf der Durchreise nach Lykos abgesehen, ist dies der zweite längere Aufenthalt in Chania und ich beginne diese Stadt zu lieben. Wobei mich die Atmosphäre dieser Stadt von Beginn an in Bann gezogen hat.

Chania hat den Charme seiner venizianischen und byzantinischen Bauten und der Lage am Wasser zu verdanken. Natürlich sind der alte Hafen und die Altstadt absolute Anziehungspunkte, aber mir gefällt der Stadtteil in dem wir wohnen noch viel besser, denn hier ist es nicht so touristisch.

Wir haben ein einfaches Kafenion entdeckt, in dem wir hauptsächlich unsere Zeit verbringen, da es ohne Unterlass regnet. In dem Kafenion namens „Asotos Yios“ treffen sich am Vormittag die Männer zum Kaffee und am Nachmittag füllt es sich mit jungen Menschen. Jedes Mal wenn wir das Kafenion betreten läuft extrem schöne Musik. Mit Pixies, The Smith, Nick Cave und Waterboys im Hintergrund schreibe ich an meinem Blog. Die Würfel und die Spielsteine vom Tavli sind ebenfalls eine schöne Begleitmusik.

Das   „Asotos Yios“ ist in einer Straße am Hafen unweit von unserem Studio und mit Blick auf das Meer. Wenn es sehr schlimm regnet und stürmt klatschen die Wellen hoch bis auf den Bürgersteig und es kostet uns einige Mühe nicht nass zu werden. Das ist für uns beide der pure Genuss, so herrlich nah am Wasser zu wohnen muss wunderschön sein.

Ein weiterer Genuss ist der griechische Raki, ein Tresterbrand namens Tsikoudia. Wir haben von Vageli die Adresse von einem Laden bekommen, wo es den besten Tsikoudia in Chania zu kaufen gibt. Beim Betreten des Ladens ist sofort zu bemerken, dass hier nur Einheimische einkaufen. Normale Touristen verlaufen sich sicher nicht hierher. Der Laden besteht hauptsächlich aus einfachen Holzregalen, die bis zur Decke gehen und gefüllt sind mit Unmengen von verschiedenen Nüssen und Getreide, Bohnen und Linsen, Kaffee und Schnaps. Der Besitzer spricht kein Wort Englisch, bietet uns aber sogleich Becherweise Tsikoudia zum probieren an. Der Kauf von drei Litern dieses köstlichen Getränks ist somit ein Ereignis.

Ebenso der Kauf zweier Küchenmesser, die in einer kleinen Schmiede hergestellt werden. Und nur durch Zufall entdecken wir eine kleine Bäckerei, wo das Brot ganz frisch aus dem Ofen kommt. Der Lehmofen nimmt den ganzen vorderen Bereich der Bäckerei ein und wir können dem Bäcker bei der Arbeit zu sehen.

Im Gegensatz dazu ist der Kauf eines warmen Wollpullovers bei H&M wohl eher unspektakulär, aber sehr nützlich.

Morgen wollen wir die Etz Hayyim Synagoge und die Hasan – Pascha – Moschee besichtigen und vielleicht auch noch in das Nautical Museum of Crete  gehen.

Aber vielleicht findet ihr uns auch wieder im Asotos Yios!!!

 

← Vorheriger Beitrag

Nächster Beitrag →

1 Kommentar

  1. Chania ist eine schöne Stadt, wenn man(n) Dich an seiner Seite hat.

Schreibe einen Kommentar