Fastenkrise – Hilfe was für ein Tag!

Fastenkrise. Krise. Was für ein großes Wort. Finanzkrise, Ehekrise, Energiekrise, Wirtschaftskrise, Identitätskrise. “Ich krieg ne Krise!” Was heißt schon Fastenkrise?

Ja gut, heute geht es mir wirklich nicht gut. Mein Kopf dröhnt, ich habe schlimme Migräne. Das geht mir leider sehr häufig so beim Fasten und das ist der einzige Grund, warum ich manchmal meinen Entschluss zu fasten verschiebe oder bereue. Der Schmerz ist fast unerträglich. 

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich heute so daneben bin. Draußen ist es grau und lichtlos und ich habe das “graue Gefühl”, will sagen: ich bin deprimiert und traurig, gereizt und unruhig. Gleichzeitig fühle ich mich total schlapp und bin den ganzen Tag müde. Ich weiß, dass das von Fasten kommt. Ich habe immer mindestens eine Fastenkrise innerhalb meiner Fastenkuren. Am meisten fehlt mir mein Kaffee! Deshalb habe ich auch so extreme Kopfschmerzen bekommen. Darauf muss ich verzichten, was mir heute extrem schwer fällt. Zum Glück habe ich keinen Hunger und kein Verlangen nach Essen.

Ich versuche mich zu beruhigen und mein Vorhaben nicht in Frage zu stellen.

Beim Fasten entgiftet der Körper  und man kann diesen Prozess durch innere und äußere Reinigung unterstützen. Die Entgiftung findet über Darm, Haut und Schleimhäute statt. deshalb kommt mir mein morgendliches Ritual des Ölziehens zu Gute. Danach putze ich mir gründlich die Zähne und benutze meine Nasendusche.

Eine weitere Maßnahme ist die Darmreinigung, die ich jeden zweiten Tag durchführe. Dafür nehme ich mir Zeit und anschließend nehme ich ein Vollbad mit Lavendel. Nach dem baden massiere ich meinen ganzen Körper mit Lavendelöl ein. Meine Stimmung ist danach schon viel besser, ich habe aber immer noch Kopfschmerzen. Mit meinem Akupressurkissen und der Akupressurmatte lege ich mich ins Bett und mache eine meiner Entspannungsübungen. Ich wähle dazu die “Seemeditation” auf meinem Smartphone. Ich habe mir die CD von Jon Kabat Zinn schon vor mehr als zehn Jahren gekauft und finde sie immer noch wunderschön. Die Stimme ist sehr angenehm und die Anleitung perfekt.

Das Resultat meiner Fürsorge? Mir geht es emotional etwas besser, habe aber immer noch Kopfschmerzen und Lust auf einen kleinen Kaffee oder türkischen Mokka 🙂

Mit einem leckeren Tee mache ich es mir gemütlich und schreibe Tagebuch. Für mich ein wichtiger Bestandteil während einer Fastenkur. Ich schreibe mir alles von der Seele und empfinde  das als innere Reinigung.

Am Ende meines vierten Fastentags bin ich stolz auf mich, habe aber immer noch grässliche Kopfschmerzen, die sich zu einer heftigen Migräne entwickeln. Entgegen allen Regel des Fastens nehme ich eine Schmerztablette gegen Migräne und lege mich ins Bett.

Morgen ist ein neuer Tag und vielleicht geht es mir dann besser!