Einen wunderschönen Blick auf Loutro erhält man, wenn man sich  mit der Fähre von Sfakia kommend nähert. Das ist für mich immer wieder ein beeindruckendes Bild, bei dem ich stets eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut empfinde. Loutro, einst ein Fischerdorf mit eine Hand voll Häusern, ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Ferienort mit Hotels und Restaurants herangewachsen. Auf unseren Reisen haben wir gelegentlich Menschen getroffen, die den Ort noch als Fischerdorf kennen gelernt haben. Heute leben die Menschen dort nur hauptsächlich vom Tourismus. Kaum ein  Einheimischer lebt hier wirklich und nach der Feriensaison verlassen viele den Ort, um in Chania den Winter zu verbringen.

Für uns ist Loutro meist nur eine Station unserer Anreise und wir verweilen nie länger als für einen Frappe oder einen Orengensaft dort. Manchmal erscheint uns der Gedanke verlockend für einige Nächte dort zu bleiben. Dazu kommt es jedoch nie, weil uns ziemlich schnell die Geschäftigkeit, der „Rummel“ auf die Nerven geht.

Ein weiterer wunderschöner Blick bietet sich uns, wenn wir Loutro zu Fuß verlassen und nach Lykos laufen. Die weißen Häuser und Hotels mit den blauen Fensterläden, dazu das blautürkise Meer und die Motorboote, die auf den Wellen schaukeln, geben ein typisches „Postkartenbild“ ab.

Heute sind wir von Lykos aus an Finix vorbei über die Landzunge nach Loutro gelaufen, um uns mit Keksen und Obst einzudecken. Auf dem Weg kommt man an einer kleinen Kirche vorbei, die ganz romantisch direkt in den Felsen gebaut am Wasser liegt. Gleich hinter der Kirche gibt es neuerdings eine kleine Taverne mit einer Terasse, die ebenso romantisch anmutet und einen wunderschönen Blick auf das Meer bietet.

Auf den Weg über die Landzunge stoßen wir auf einen Abzweig, der uns direkt ans Wasser und an ein „Salzbecken“ führt. Es ist zur Salzgewinnung angelegt, alllerdings gibt es hier etliche natürliche kleine Salzbecken und die Salzkristalle hinterlassen skurrile hübsche Muster.

Bedauerlicherweise sind auch hier immer mehr Wandergruppen unterwegs und wir beide haben mit einer gewissen Enttäuschung zu kämpfen, von der wir uns nicht unseren Urlaub verderben lassen wollen.